Unser Konzept
Es wird schwer, unser 40 seitiges Konzept hier kurz und knapp zusammen zu fassen, aber wir versuchen es mal….
Familiär
Wir streben mit den Kindern ein ruhiges und entspanntes Miteinander an. Wir wollen eine Atmosphäre einer Großfamilie. Daher haben wir uns entschieden, maximal sechs Kinder gleichzeitig zu betreuen.
Tiere
Durch das Zusammenleben mit Tieren haben Kinder viele Vorteile.
Sie lernen durch den achtsamen Umgang, dass Tiere Lebewesen und keine
Stofftiere sind und ihnen mit Rücksicht und Respekt begegnet werden muss.
Studien haben gezeigt, dass Kinder im Alter bis zu drei
Jahren, die Umgang mit Tieren haben, weniger Allergien entwickeln und ein widerstandsfähigeres Immunsystem haben.
Deshalb sind die Kinder bei uns von Tieren umgeben, im Haus
und draußen mit einem kleinen Hund und fünf Katzen, draußen zusätzlich noch mit
Hühnern und Enten. Diese werden gefüttert und beobachtet.
Essen
Wir legen Wert auf ausgewogenes, hochwertiges Essen. Wir kochen täglich frisch und abwechslungsreich. Über den Essensplan entscheiden die Eltern beim Elternabend. Aktuell kochen wir zwei Mal pro Woche vegetarisch, einmal Fisch, einmal Geflügel/Rind. Dabei legen wir Wert auf Bio und Regionalität.
Das Frühstück wird ebenfalls durch uns gestellt, ebenso wie der Obstsnack am Nachmittag.
Raumkonzept
Unser Raum ist in Anlehnung an die Reggio Pädagogik gestaltet. So hat er verschiedene
Bereiche und Ebenen, bietet den Kindern Möglichkeiten zum Rückzug, Aktivität, Ruhe, Ebenenwechsel, …
Gerade Kinder bis zum Alter von etwa zwei Jahren spielen noch individuell und nicht mit anderen Kindern, z.B. die typischen Rollenspiele. Somit benötigt das Kind je nach Stimmung Bereiche, die es animieren oder auffangen.
Fordern und Fördern
In der Freispielzeit dürfen die Kinder nach Lust und Laune spielen. Darüber hinaus werden sie immer wieder motiviert, ihre Fähigkeiten zu trainieren. Sowohl feinmotorisch mitMalen, Basteln und Schneiden, als auch grobmotorisch mit Tanz und Spiel.
Durch gezieltes Singen und Fingerspiele wird die Kreativität und Vorstellungskraft geschult. Auch durch ständiges Sprechen mit den Kindern werden das Sprachverständnis und die Entwicklung gefördert.
Für die Kinder ist der Aufenthalt nicht wie ein Urlaub am Strand, eher wie ein Ferienlager zu sehen.
Durch verschiedene Aufgaben lernen die Kinder auch das soziale Miteinander.
Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Kinder stark und selbstbewusst zu machen und sie auf ihre Zeit im Kindergarten vorzubereiten. „Unsere“ Kinder können schon mit Besteck essen, sich selbständig an und ausziehen, ihre Wünsche und Probleme mit Erwachsenen kommunizieren und sich gegenüber anderen Kindern behaupten.
Regeln und Übergänge
Für Kleinkinder ist es schwer, sich gedanklich von einer Tätigkeit
zu lösen und zu einer anderen geführt zu werden. So kann alleine das Verändern
des Lichts oder das Beenden des Spielens Kinder überfordern.
Dem wirkt man durch ritualisierte und gestaltete Übergänge
entgegen, die ein fester Bestandteil des Tagesablaufs sind. Die Kinder bekommen
somit Struktur und Sicherheit.
Partizipation
Die Kinder dürfen nach Möglichkeit alles in einem vorgegebenen
Rahmen selbst entscheiden. Ob gebastelt wird, ob und was das Kind spielen will,
mit wem es ein Buch lesen oder ob es einfach am Tisch sitzen und trinken möchte.
Sie lernen dadurch selbstbestimmt zu handeln und haben mehr Freude an der selbst
gewählten Tätigkeit. Dadurch kommen die Kinder in einen „Flow“, vertiefen sich ganz in eine
Beschäftigung und durch diese Intensivierung entwickelt sich das Kind weiter.
Das Bild vom Kind
Kinder sind selbstbestimme Individuen, mit allen Rechten die
auch Erwachsene haben. Unsere Aufgabe ist es, das Kind in seiner Entwicklung
bestmöglich zu unterstützen und gleichzeitig Werte und Normen zu vermitteln.
